Renovierung

Die vergangene umfassende Renovierung der Nikolauskirche fand in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts statt. Auch nach den Sanierungsarbeiten seit 2012 sind weiterhin Maßnahmen zum Erhalt der Bausubstanz und zur Verschönerung des Schmuckstücks notwendig.

Erhalt und laufende Renovierung des Kulturdenkmals St. Nikolauskirche sind oberste Ziele des Fördervereins.

Zukünftig geplante Vorhaben und Aktionen

Der Verein will Kirchenführungen für interessierte Gruppen durchführen. Vor allem deshalb wollen wir die wertvollen Kunstdenkmäler im Innern der Kirche (zwei Grabmale aus dem 16. Jahrhundert) ordentlich mit Info-Glastafeln beschriften. Dann erst können Kirchenbesucher den geschichtlichen Hintergrund verstehen.

Wir wollen die Akustik verbessern, damit die Besucher bei Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen alles Gesprochene gut verstehen.

Finanzierung

• durch Ihre Spende auf unser Konto (Kontodaten auf der Seite Aktionen)!
• durch Benefizveranstaltungen zugunsten der Nikolauskirche, zum Beispiel Konzerte. Eintritt frei – aber wir sammeln Spenden.
Ein Beispiel: das Konzert der „klassischen Band Spark“ im Jahr 2015 (die Gage der Künstler hat das Rüppurrer Unternehmen Maler Rottler bezahlt)
• durch den Vertrieb eines Nikolaus-Kirchenweins: vier Sorten im Angebot, siehe die Seite Aktionen
• über Weinverkaufsstände beim Weihnachtsmarkt und Sommerfest der Kirchengemeinde
• durch zwei Großspender.

Das Sanierungsprojekt wird organisiert vom Eigentümer (Pfarrgemeinde St. Nikolaus), der Förderverein Nikolauskirche Rüppurr e.V.

Was wir bisher durchgeführt und erreicht haben

• Anstrich sämtlicher Außenfassaden an Kirchenschiff und Turm
• Restaurierung der historischen Fenstergewände aus Sandstein
• Sanierung des gesamten Sockelbereichs mit Trockenlegung
• Restaurierung der Natursteingesimse
• Erneuerung der Biberschwanzdacheindeckung
• Sanierung der Schieferdeckung des Turms
• Putz- und Malerarbeiten im Innenbereich der Kirche
• Restaurierung der Kunstdenkmäler aus dem 16. Jahrhundert
• Versetzen des Herz-Grabmals (Fürstbischof Reinhart II. von Rüppurr) von außerhalb der Kirche nach innen
• Installation eines Schaukastens vor dem seitlichen Kircheneingang
• Aufarbeiten und Neulackierung beider Kirchentüren.

Etwas zu viel des göttlichen Klangs

In unserem kleinen Nikolauskirchlein, an der Alb, hallt es gewaltig. Leider so sehr, dass die Verständlichkeit nicht mehr gegeben ist.
Was tun, fragte sich der Förderverein St. Nikolaus? Nun – es gibt tatsächlich Unternehmen, die sich auf die Beratungen für Kirchenakustik und Beschallung spezialisiert haben
Der Ortstermin mit der Beratungsfirma in der Nikolauskirche fand am 21.03.2019 statt, am 24.03.2019 lag der Bericht dem Förderverein vor.
Fazit: Billig wird das nicht.

Auch objektiv gemessen hallt es in der kleinen Kirche etwa fünfmal länger als es für Konzerte (und Vorträge) empfehlenswert wäre. Ist die Kirche nicht voll besetzt ist dadurch schon in der ersten Stuhlreihe die Verständlichkeit des gesprochenen Wortes nicht mehr gegeben. Der Grund dafür sind die vielen, im Fachjargon „schallhart“ genannten Reflexionsflächen. Außer den Sitzkissen und den Besuchern gibt es einfach nichts, was den Schall dämpfen würde.
Eine kleine Einzelmaßnahme wird somit zu keiner spürbaren Verbesserung führen. in großen Maßstäben gedacht könnte man den Boden, also größte zusammenhängende Fläche, mit Teppich belegen. Auch die Altarinsel könnte mit möglichst dickem Teppich belegt werden.

Auch die Decke könnte mit einer abgehängten Holzgitterkonstruktion schalldämpfend wirken. Alternativ könnte die Decke auch mit Akustik-Deckenmodulen beklebt werden. Ob die optische Veränderung der Decke architektonisch in Ordnung ist, müsste jedoch mit dem Denkmalamt geklärt werden.

Für die Wände bieten sich deckenhohe Vorhänge rechts und links der Fenster aus dickem Stoff an. Mit den Vorhängen könnte man dann sogar, je nachdem ob man sie aufzieht oder gerafft lässt, die Akustik beeinflussen.

In ähnlicher Art und Weise gibt es noch weitere Einzelmaßnahmen, die sich auf den Alter, das Marienbild, die Wandnischen unter den Fenstern, die Bestuhlung, einen Windfang und die Empore beziehen.

Wie man die Sache nun angeht – darüber muss noch beraten werden. Auch mit einem Blick in den Geld- oder Klingelbeutel.